Geschichte

Geschichte

Der Ursprung des Hausnamens „Kistlar“
ehemals die Kistlermichel-Sölde

Unser Haus, bekannt als „beim Kistlar“, blickt auf eine lange Geschichte zurück. Es wurde 1811 von Michael Hieberle, einem Schreiner, erbaut. Schon früh wurde das Haus im Dorf als Kistlermichel-Sölde bekannt, was sich aus einer Kombination des Berufs des ersten Besitzers und seines Vornamens ableitet. Der Begriff „Kistler“ steht für Schreiner oder Zimmermann, der auf die Herstellung von Kisten, Truhen und Möbeln spezialisiert war, während „Michel“ der Vorname von Michael Hieberle war. Die Bezeichnung „Sölde“ stammt aus dem ländlichen Raum und bezeichnet ein kleines Anwesen oder eine Hütte, oft mit landwirtschaftlicher Nutzung. Diese Bezeichnung wies also darauf hin, dass es sich bei der „Kistlermichel-Sölde“ um ein kleines Handwerkeranwesen handelte, das für seine Schreinerarbeiten bekannt war.

Der Hausname „Kistlar“ entwickelte sich im Laufe der Jahre aus dem Beruf des Kistlers. Da Michael Hieberle als Schreiner tätig war, prägte sein Beruf das Haus so stark, dass der Name „Kistler“ erhalten blieb und im lokalen Dialekt zu „Kistlar“ wurde. In der Allgäuer Tradition war es üblich, Häuser nach dem Beruf oder einer besonderen Eigenschaft des ersten Besitzers zu benennen, und diese Namen wurden oft über Generationen hinweg weitergetragen. Der Name „Kistlar“ erinnert bis heute an die handwerkliche Tradition des Hauses und bewahrt die Erinnerung an Michael Hieberles Schaffen.

1845 übergab Viktoria Strobel, Witwe, das Haus an ihren Sohn Anton Strobel, der als „Kistlers Toni“ bekannt war. Dieser Übername zeigt, wie der Hausname über Generationen hinweg nicht nur das Gebäude, sondern auch die Familienmitglieder prägte. Auch wenn der Beruf des Kistlers in späteren Generationen nicht mehr ausgeübt wurde, blieb der Hausname „beim Kistlar“ bestehen und verbindet die heutige Nutzung des Hauses mit seiner handwerklichen Vergangenheit.

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Julia & Elias Weidinger – Inhaber der Ferienwohnung

Geschichte der 5-Sterne Ferienwohnung „Zum Kistlar“ in Marktoberdorf – historisches Gebäude.

Sölde? Hausname?

Was ist eine Sölde?
Der Begriff „Sölde“ stammt aus der bäuerlichen Tradition und bezeichnet ein kleines Anwesen, oft mit geringem Landbesitz, das in der Regel von Bauern, Handwerkern oder Tagelöhnern bewohnt wurde. Die „Kistlermichel-Sölde“ war also ein kleines Handwerkshaus, das sowohl dem Wohnen als auch der Ausübung von Schreinerarbeiten diente. Solche Sölden waren im 19. Jahrhundert in ländlichen Gegenden des Allgäus weit verbreitet und spielten eine wichtige Rolle in der wirtschaftlichen Struktur der Region.

Was ist ein Hausname?
In ländlichen Gegenden, besonders im Allgäu, haben Häuser oft traditionelle Namen, die unabhängig von den Familiennamen der Besitzer weitergeführt werden. Diese Hausnamen erleichterten es früher, Häuser zu identifizieren, bevor es Straßennamen und Nummern gab. Meist basieren sie auf dem Beruf des ursprünglichen Besitzers, besonderen Ereignissen oder markanten Familiennamen. Der Name „beim Kistlar“ erinnert noch heute an den Schreiner Michael Hieberle, der hier lebte und arbeitete, und steht für die handwerkliche Tradition des Hauses.
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Historisch

1811 - Erbaut von Michael Hieberle, Schreiner
1829 - Johann Strobel wurde Eigentümer
1845 - Viktoria Strobel, Witwe, Übergabe an Sohn Anton Strobel, genannt „Kistlers Toni“
1894 - Anton Strobel, Witwer, Erbengemeinschaft mit Kindern
1901 - Josefa und Monika Strobel, Übernahme durch Erbfolge
1902 - Josefa Strobel wurde Alleinbesitzerin und heiratete Max Endres
1906 - Franz Josef Häfele kaufte das Anwesen
1910 - Kasper Martin aus Hopferau erwarb das Haus und heiratete Franziska Lerch
1942 - Kasper Martin wurde Alleinbesitzer
1972 - Die landwirtschaftliche Nutzung wurde aufgegeben
1993 - Übergabe an Isidor Martin
2015 - Übergabe an Tochter Antonia Franziska Häuser
2020 - Julia und Elias Weidinger kauften das Haus und führten in den folgenden vier Jahren eine umfassende Komplettsanierung durch.
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Stand heute

Heute erstrahlt das Haus „beim Kistlar“ in neuem Glanz und bietet Gästen einen Ort der Erholung und des Wohlbefindens. Unser Logo, bestehend aus zwei sich überkreuzenden Schlüsseln, symbolisiert die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart. Die Schlüssel stehen nicht nur für das Öffnen von Türen, sondern auch für eine Kiste, was auf den Hausnamen „Kistlar“ verweist und die handwerkliche Tradition der Schreiner der Vergangenheit ehrt.

Auch heute wird die Handwerkskunst des Holzes im privaten Rahmen weitergeführt: Vieles wurde mit großer Liebe in Eigenarbeit saniert, insbesondere die aufwändige Holzfassade, die dem Haus seinen einzigartigen Charme verleiht und die Tradition des Holzhandwerks lebendig hält.
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